WOHNEN. MESSEN. BEWUSST WÄHLEN.DE / EUR
Standby prüfen

Smart-Plug-Eigenverbrauch in den Vergleich aufnehmen

Vermiedenen Verbrauch und Betrieb des Zusatzgeräts getrennt rechnen. Warum der Nettovorteil für die Kaufplanung zählt.

Geprüft am:

KI-generierte redaktionelle Illustration zum Thema Smart-Plug-Eigenverbrauch in den Vergleich aufnehmen; kein Produkttest
KI-generierte Illustration; kein Produkttest

Ein Zusatzgerät gehört in die Bilanz

Ein Smart Plug kann eine Bedien- oder Steuerungsaufgabe übernehmen. Wenn seine Anschaffung mit Energieersparnis begründet wird, sollte aber nicht nur ein theoretisch vermiedener Verbrauch betrachtet werden. Auch der eigene Betrieb des Zusatzgeräts gehört in die Rechnung. Welche Werte dafür gelten, muss aus passenden Angaben oder geeigneter Messung stammen. Dieser Leitfaden setzt keinen typischen Eigenverbrauch voraus und behauptet keinen Test eines bestimmten Modells.

Das Umweltbundesamt beschreibt Leerlauf- und Bereitschaftsverbräuche als eigenständige Betrachtung. Für die Planung eines zusätzlichen vernetzten Geräts ist deshalb eine vollständige Bilanz sinnvoll. Erfassen Sie die vorgesehene Aufgabe, die Dauer der jeweiligen Zustände und die Grenzen der Anwendung. Ein Produkt kann komfortabel sein, auch wenn es sich über Energiekosten nicht bezahlt macht. Diese beiden Begründungen sollten getrennt auf der Einkaufsliste stehen.

Brutto und netto ausdrücklich unterscheiden

Der Bruttovorteil bezeichnet hier die angenommene vermiedene Energiemenge des betrachteten Verbrauchers. Davon wird die zusätzliche Energiemenge des Smart Plugs abgezogen, soweit sie durch den geplanten Einsatz entsteht. Weitere notwendige Geräte können ebenfalls zusätzliche Kosten verursachen. Eine vollständige Bilanz muss den gewählten Betrachtungsumfang klar benennen. Wenn vorhandene Systemteile unverändert weiterlaufen, ist das eine andere Annahme als eine eigens neu angeschaffte Zentrale.

Die Fotos zeigen ein historisches Messgerät und eine schaltbare Leiste als Anschauung für Messen und Schalten. Sie zeigen keinen von uns geprüften Smart Plug. Die generierte Titelillustration ist ebenfalls kein reales Testergebnis. Für ein tatsächliches Produkt müssen Eigenverbrauch, Betriebszustände und unterstützte Funktionen separat dokumentiert werden. Eine Herstellerangabe bleibt als solche bezeichnet und wird nicht als eigener Messwert ausgegeben.

Front eines Zwischensteckermessgeräts; sichtbare Anzeige ist kein Verbrauchsnachweis dieses Artikels
Front eines Zwischensteckermessgeräts; sichtbare Anzeige ist kein Verbrauchsnachweis dieses Artikels. Anschauungsfoto, keine aktuelle Kaufempfehlung und kein eigener Produkttest. Foto Retired electrician · CC0 · Wikimedia Commons. Proportional verkleinert, WebP; nicht beschnitten. Quelle / Lizenz
Seitenansicht desselben Messgeräts: Gehäuse und Anschluss sind eigene Auswahlpunkte
Seitenansicht desselben Messgeräts: Gehäuse und Anschluss sind eigene Auswahlpunkte. Anschauungsfoto, keine aktuelle Kaufempfehlung und kein eigener Produkttest. Foto Retired electrician · CC0 · Wikimedia Commons. Proportional verkleinert, WebP; nicht beschnitten. Quelle / Lizenz
Historische Steckdosenleiste mit einzelnen Schaltern; keine Anschluss- oder Belastungsempfehlung
Historische Steckdosenleiste mit einzelnen Schaltern; keine Anschluss- oder Belastungsempfehlung. Anschauungsfoto, keine aktuelle Kaufempfehlung und kein eigener Produkttest. Foto Dmitry Makeev · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons. Proportional verkleinert, WebP; nicht beschnitten. Quelle / Lizenz

Eine reine Beispielrechnung

Angenommen, ein geeigneter Anwendungsfall vermeidet im Jahr 30 Kilowattstunden. Für den zusätzlich eingesetzten Smart Plug werden im Beispiel konstant 0,8 Watt über 24 Stunden an 365 Tagen angenommen. Das ergibt 7,008 Kilowattstunden im Jahr. Der rechnerische Nettovorteil beträgt dann 22,992 Kilowattstunden. Alle Werte sind hypothetisch. Weder die vermiedene Energiemenge noch die Leistung beschreiben einen typischen Haushalt oder ein bestimmtes aktuell angebotenes Modell.

Der zusätzliche Betrieb beansprucht in diesem Beispiel 23,36 % des Bruttovorteils. Übrig bleiben 76,64 %. Bei einem frei angenommenen Arbeitspreis von 0,30 Euro je Kilowattstunde wären der Bruttovorteil 9 Euro, die zusätzlichen Energiekosten 2,1024 Euro und der Nettovorteil 6,8976 Euro jährlich. Die Diagramme behalten die ungerundeten Zwischenwerte bei. Diese Rechnung enthält noch keinen Anschaffungspreis, keinen Dienst und keine Reparaturkosten.

Brutto vermieden: 30 kWh; Zusatzverbrauch: 7.008 kWh; Netto vermieden: 22.992 kWh
Hypothetische jährliche Energiebilanz. Eigene Darstellung der ausdrücklich hypothetischen Angaben im Text.

Ein positiver Rechenwert ist keine Einsatzfreigabe

Bevor eine Kostenrechnung zur Kaufentscheidung beiträgt, muss der konkrete Smart Plug für Last, Umgebung und gewünschte Anwendung vorgesehen sein. Ein rechnerischer Nettovorteil macht eine ungeeignete Verwendung nicht geeignet. Prüfen Sie außerdem, welche Funktionen des angeschlossenen Geräts verfügbar bleiben müssen. Dieser Text gibt keine pauschale Abschaltempfehlung und keine Anleitung zu elektrischen Eingriffen. Die Produktunterlagen und erforderliche fachliche Klärung bleiben maßgeblich.

Berücksichtigen Sie bei vernetzten Funktionen auch notwendige Dienste und Systemkomponenten. Wenn eine Zeitfunktion nur unter bestimmten Bedingungen verfügbar ist, darf sie nicht als uneingeschränkt nutzbar in die Planung eingehen. Eine Änderung an App, Konto oder Zentrale kann den vorgesehenen Ablauf betreffen. Für den Kauf sollten daher nicht nur Energiewerte, sondern auch diese Abhängigkeiten dokumentiert sein. Die Bilanz ist immer an den beschriebenen Einsatz gebunden.

Bruttovorteil: 9 Euro; Zusätzlicher Betrieb: 2.1024 Euro; Nettovorteil: 6.8976 Euro
Kostenbilanz bei 0,30 €/kWh. Eigene Darstellung der ausdrücklich hypothetischen Angaben im Text.

Die Rechnung auf ihre empfindlichen Annahmen prüfen

Variieren Sie gedanklich die größte Unsicherheit: Wie verändert sich das Ergebnis, wenn weniger Energie vermieden wird als angenommen? Wie stark wirkt sich eine längere Betriebszeit des Zusatzgeräts aus? Solche Fragen liefern keine neue Messung, zeigen aber, wovon die Entscheidung abhängt. Ein knapp positiver Nettovorteil sollte nicht als belastbare Garantie formuliert werden. Wenn die Ausgangswerte unsicher sind, bleibt auch der daraus berechnete Vorteil unsicher.

Für die endgültige Entscheidung gehören Anschaffung, laufende Ausgaben, technische Eignung und gewünschter Komfort zusammen in ein übersichtliches Blatt. Der einfache Amortisationsrechner kann anschließend eine bedingte Zeitspanne berechnen, sofern ein positiver jährlicher Nettovorteil vorliegt. Er sagt nichts über die tatsächliche Lebensdauer. Wer diese Grenzen offenhält, kann einen Smart Plug wegen einer klaren Aufgabe auswählen, ohne aus einer theoretischen Bruttorechnung ein unbewiesenes Sparversprechen zu machen.

Passend zum Thema